Einrahmung von Bildern

Manche Künstler und Käufer von Gemälden wissen nicht, wenn sie Arbeiten zum Einrahmen geben, dass das Glas ein wichtiges Element des Schutzes und des Designs ist. Es bewahrt das Kunstwerk vor Einwirkungen der Umwelt: vor Staub, Schmutz, Feuchtigkeit, Ausbleichen und der zerstörerischen Wirkung von Ultraviolettstrahlung, und verleiht der Arbeit einfach ein vollendetes Erscheinungsbild.

Es gibt zwei wesentliche Arten von Glas für Bilder: Normalglas und Museumsglas. Wir haben Maksim Krasnitskiy, Künstler der Galerie und Leiter der Rahmenwerkstatt, gebeten, uns genauer darüber zu berichten.

Worin besteht der Unterschied zwischen Normalglas und Museumsglas?

1. Gewöhnliches Glas ist vollkommen glatt, enthält keine Einschlüsse und erzeugt keine Verzerrungen, wirft jedoch zugleich Reflexe. Außerdem hält es Fingerabdrücke hervorragend fest und spiegelt das umgebende Geschehen ziemlich deutlich, besonders wenn im Bild dunkle Töne vorherrschen. Wenn in Bilderrahmen für Fotografien gewöhnliches Glas verwendet wird, entsteht ein Wahrnehmungsproblem, das mit dem Auftreten von Reflexen der Beleuchtungskörper auf dem Glas zusammenhängt.

2. Museumsglas wirft dank einer besonderen Behandlung keine Reflexe. Dieser Effekt wird durch Magnetron-Beschichtung der Oberfläche erreicht, wodurch sie rau wird und einzigartige optische Eigenschaften erhält: Der auf das Glas fallende Lichtstrahl wird nicht reflektiert, sondern gestreut. Dabei erhöht sich die Lichtdurchlässigkeit erheblich (das Glas wird matt). Solches Glas wird oft „Unsichtbares“ genannt, weil man es mit der Hand berühren möchte, um sich zu vergewissern, ob es da ist oder nicht.

In Zahlen ausgedrückt besitzt Museumsglas eine Lichtdurchlässigkeit von mehr als 98%, eine Lichtreflexion – von weniger als 1%. Je nach den „Schichten“ der Magnetron-Beschichtung werden 60 bis 92 % der Ultraviolettstrahlung blockiert, wodurch die entscheidende Aufgabe des Schutzes des Bildes vor ihrer zerstörerischen Wirkung gelöst wird. Mehr zu blockieren ist ohne Verlust der optischen Eigenschaften des Glases nicht möglich.

3. Der Durchschnittspreis für Museumsglas liegt 20-mal höher als der für gewöhnliches Glas.

4. Museumsglas – das ideale Mittel zum Einrahmen von Grafik, Aquarellen, Fotografien sowie zur Verwendung als ultraklare Displays für dreidimensionale Arbeiten, Archivdokumente und wertvolle Sammlerstücke.

5. Laminiertes vandalismussicheres Museumsglas vermag bei einem Schlag die Splitter innerhalb des Rahmens zu halten, was vom höchsten Grad des Schutzes des Bildes vor Beschädigung sprechen lässt.

Krasnitskiy Maksim
Ideengeber, Freund und Partner der Galerie und

Inhaber der Rahmenwerkstatt ROOM34